Wunder

Wunder

Stephen Chbosky, USA/Hongkong 2017, 113 Minuten

Themen: Außenseiter, Mobbing, Familie, Freundschaft, Schule, Kindheit/Kinder, Behinderung, Ethik, Hoffnung, Vorurteile

Unterrichtsfächer:
Deutsch, Englisch, Religion, Ethik, Sozialkunde, Psychologie

FSK: ab 0 – empfohlen ab 10 Jahren

Zeitraum: 10.–14. Oktober 2022 | Montag bis Freitag
(jeweils um 9:00 Uhr und um 11:30 Uhr)

Aufgrund eines seltenen Gendefekts kam der 10-jährige August „Auggie“ Pullmann mit einem entstellten Gesicht zur Welt, was ihm auch nach etlichen Operationen anzusehen ist. Deswegen verbirgt der kluge und humorvolle Junge sein Gesicht am liebsten unter einem Astronautenhelm, ein Geschenk seines Vaters Nate. Bislang unterrichtete ihn seine Mutter Isabel zu Hause, nun soll Auggie an einer regulären öffentlichen Schule die 5. Klasse besuchen. Der Einschulung blickt er skeptisch entgegen, weil er nicht zu Unrecht fürchtet, dass die anderen Kinder ihn wegen seiner Missbildung anstarren und ausschließen. Zwar findet Auggie im Klassenkameraden Jack Will schnell einen Freund, muss aber ertragen, dass ihn die meisten anderen Kinder mobben, allen voran der scheinheilige Julian. Seine ältere Schwester Via fühlt sich derweil zurückgesetzt, da sich ihre Eltern scheinbar nur um Auggies Wohl sorgen. Regisseur und Co-Autor Steve Chbosky inszeniert den 2012 veröffentlichten Bestseller „Wunder“ von R.J. Palacio mit kreativen Ideen und einem starken Gespür für die Charakterzeichnung. Sein Drama stellt nicht allein den jungen Protagonisten ins Zentrum, sondern zeigt in einzelnen Kapiteln auch die Perspektiven anderer Figuren. So gewinnen beispielsweise Auggies Schwester und sein Freund Jack in eigenen Episoden mehr Tiefe. Obwohl der Film sehr warmherzig ausfällt, tappt Chbosky – außer im sentimentalen Schlussakkord – nicht in die Kitschfalle. (Vision Kino)