Toubab

Toubab

Florian Dietrich, Deutschland 2021, 97 Minuten

Themen: Aufenthaltsrecht, (Abschiebung/Ausweisung), Diskriminierung, Liebe und Freundschaft, Menschenrechte

Unterrichtsfächer:
Gemeinschaftskunde/Politik/Sozialkunde, Ethik, Religion, Deutsch

FSK: ab 12 – empfohlen ab 14 Jahren

Zeitraum: 10.–14. Oktober 2022 | Montag bis Freitag
(jeweils um 9:00 Uhr und um 11:30 Uhr)

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis freut sich Babtou auf einen Neuanfang: Mit seinem Kumpel Dennis will er die Freiheit genießen, die Welt umarmen und sich nie wieder mit deutschen Behörden herumschlagen müssen. Doch als seine spontane Willkommensparty eskaliert, findet sich Babtou noch am selben Abend in Handschellen wieder. Er wird mit einer unerwartet dramatischen Nachricht konfrontiert: Wegen wiederholter Straftaten soll er in sein „Heimatland“, den Senegal, abgeschoben werden. Doch Babtou kennt den Senegal nur aus den Erzählungen seines Vaters, er ist in Deutschland geboren, seine Heimat ist Frankfurt. Um die drohende Abschiebung in letzter Sekunde zu verhindern, sind Babtou und Dennis zu allem bereit. (Vision Kino) Mit seinem Kinodebüt hat Regisseur Florian Dietrich einen Film gedreht, der weder Genregrenzen noch Eindeutigkeiten kennt. Etwas LGBT-Komödie, etwas BOYS IN THE HOOD-Gangster-Drama, etwas Vorstadt-Sozial-Studie und ganz viel No-Border-Migration-Movie. Deshalb gibt es kein Schwarz-Weiß in diesem Film, obwohl es um nichts anderes geht als das Leben von Schwarzen und Weißen innerhalb sozialer Grenzen, die viel stärker sind als die, die das Land von anderen trennt. So spielt Florian Dietrich mit witzigen und tragischen Szenen, erzählt gegen die Erwartungen an und bleibt immer einer tiefen Ernsthaftigkeit verpflichtet. Weder Kitsch noch alberner Humor kommen hier zum Tragen, stattdessen zeichnet alle Charaktere eine bedeutende Wahrhaftigkeit aus. (epd film)