Lola rennt

Lola rennt

Tom Tykwer, Deutschland 1998, 81 Minuten

Themen: Filmklassiker, Zeit, Zufall, Filmgeschichte/Filmsprache, Liebe, Familie, Berlin

Unterrichtsfächer:
Kunst, Deutsch, Ethik, Philosophie, Psychologie, Medienkunde

FSK: ab 12– empfohlen ab 12 Jahren

Zeitraum: 26.–30. September 2022 | Montag bis Freitag
(jeweils um 9:00 Uhr und um 11:30 Uhr)

Die Uhr tickt, das Telefon klingelt, Lola nimmt ab, Manni ist dran, total verzweifelt: Das Geld aus einem Drogendeal hat er versehentlich in der U-Bahn liegen lassen, weil Lola ihn nicht mit ihrem Mofa abgeholt hat. Wenn er die Kohle nicht Punkt zwölf Uhr mittags seinem Boss übergibt, ist er garantiert einen Kopf kürzer. Also hetzt Lola los, schließlich ist ihr Papa Bankdirektor. Doch der ist gerade mit seiner Geliebten beschäftigt. Da hilft nur noch der Überfall auf einen Supermarkt. Aber der geht furchtbar schief. Stopp! Halt! Alles zurück auf Anfang! Und wieder los! – In drei mal 20 Minuten werden drei verschiedene Varianten derselben Geschichte erzählt. Dabei ergeben sich aus zunächst kleinsten Abweichungen fundamental andere Ergebnisse. Eine Analyse der filmischen Stilmittel drängt sich in diesem Fall geradezu auf. Viele von ihnen haben Eingang gefunden in die breite Film- und Videoproduktion. Sie sind den Zuschauer*innen heute vermutlich geläufiger als damals, schließlich drehen viele Schüler*innen souverän Videoclips mit ihren Smartphones. Was inspiriert sie an der Erzählweise von Tykwers Film? Wo sind sie diesen Stilmitteln schon begegnet und wie würden sie sie in eigenen Arbeiten einsetzen? Doch auch wenn die Filmsprache heute noch anschlussfähig ist, so haben sich doch wesentliche Dinge verändert: Würde diese Geschichte im Smartphone-Alter überhaupt noch funktionieren? (Vision Kino)