Fuchs im Bau

Fuchs im Bau

Arman T. Riahi, Österreich 2021, 102 Minuten

Themen: Strafvollzug, Jugend/Jugendliche, Individuum (und Gesellschaft), Filmsprache, Ethik

Unterrichtsfächer:
Sozialkunde, Deutsch, Politik, Ethik

FSK: ab 12 – empfohlen ab 15 Jahren

Zeitraum: 17., 18., 21., 22., 24. November 2022
Do., Fr., Mo., Di., Do.
(jeweils um 9:00 Uhr und um 11:30 Uhr)

Der erste Tag an einem ungewöhnlichen Arbeitsort: Hannes Fuchs ist der neue Lehrer in der Gefängnisschule einer Wiener Haftanstalt. Vom Wachpersonal durchsucht und mit einer Besucherkarte ausgestattet, lernt Herr Fuchs die besonderen Anforderungen der Arbeit mit jugendlichen Straftäter*innen kennen. Eingewiesen wird der Pädagoge von seiner Vorgängerin Elisabeth Berger, die mit viel Engagement auf die vorbelasteten Jugendlichen wie die distanzierte Insassin Samira eingeht. Bergers freier Kunstunterricht ist ein für die Verhältnisse im Jugendtrakt ungewöhnliches Mittel dafür und wird von der Gefängnisleitung kritisch beäugt. Der Umgang mit den Häftlingen konfrontiert Fuchs schließlich mit einem wunden Punkt aus seiner eigenen Vergangenheit. Ursprünglich wollte der Autor und Regisseur Arman T. Riahi das Setting der Gefängnisschule in Form eines Dokumentarfilms bearbeiten, was sich an den schwierigen Drehbedingungen zerschlug. Die stattdessen entstandene fiktive Charakterstudie FUCHS IM BAU trägt den dokumentarischen Impuls deutlich in sich. Zum einen ließ Riahi Erfahrungsberichte des früheren Wiener Gefängnislehrers Wolfgang Riebniger einfließen, zum anderen setzt der Filmemacher auf eine Art der Inszenierung, die ein Gefühl des unmittelbaren Dabeiseins simuliert. Nicht zuletzt tragen die darstellerischen Glanzleistungen von Aleksandar PetroviŜ und Maria Hofstätter zur Wirkungskraft bei. (Vision Kino)