Die Odyssee

Die Odyssee

Florence Miailhe, Frankreich/Tschechische Republik/Deutschland 2021, 84 Minuten

Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln oder deutsche Fassung

Themen: Flucht/Geflüchtete, Migration, Familie, Europa, Krieg/Kriegsfolgen

Unterrichtsfächer:
Politik, Geschichte, Französisch, Deutsch, Kunst, Musik

FSK: ab 12 – empfohlen ab 13 Jahren

Zeitraum: 17., 18., 21., 22., 24. November 2022
Do., Fr., Mo., Di., Do.
(jeweils um 9:00 Uhr und um 11:30 Uhr)

Beim Spielen im Wald bietet sich den Geschwistern Kyona und Adriel plötzlich ein furchtbarer Anblick: Ihr Dorf brennt. Von nun an sind die Kinder auf der Flucht. Bald auch von den Eltern getrennt, sind sie allein auf sich angewiesen. Auf dem Weg zur Grenze begegnen sie neuen Freund*innen, aber auch neuen Gefahren. Vor dem reichen Ehepaar, an das man sie verkauft, können sie fliehen, doch nun sind maskierte Häscher hinter ihnen her. Kyona und ihr jüngerer Bruder lernen: Wer Freund*in ist und wer Feind*in, ist nicht immer klar zu unterscheiden. Das Leben auf der Flucht ist voller Grauzonen, und zum Überleben jedes Mittel recht. Sie werden getrennt und finden doch wieder zusammen. Aber mit der rettenden Grenze naht auch die Furcht vor Entdeckung. Werden sie ihre Familie je wiedersehen? Miailhes entschieden künstlerischer Zugang zu einem schweren Thema verwischt keine Zusammenhänge, sondern macht die Realität vielmehr sichtbar – die Bilder von Flüchtlingslagern, in denen Menschen auf Müllkippen hausen, scheinen direkt aktuellen Nachrichtenbildern von den Grenzen Europas entnommen. Zugleich schafft die bizarre Ausmalung dunkler Motive wie Schlepperwesen und Menschenhandel angemessene Distanz, um auch ein jüngeres Publikum nicht zu überfordern. Im Abspann gewährt die Filmemacherin einen Einblick in ihr Malatelier. Dies könnte die Schüler*innen dazu inspirieren, sich selbst mit der selten genutzten, faszinierenden Technik der Glasmalerei auseinanderzusetzen. (Vision Kino)