Der wilde Wald

Der wilde Wald

Lisa Eder, Deutschland 2021, 89 Minuten

Themen: gutes Leben, Ökosystem Wald, Ökosysteme, Natur, Naturschutz, Klimawandel, Biodiversität, Sinnsuche

Unterrichtsfächer:
Erdkunde, Biologie, Philosophie, Ethik, Politik, Chemie, fächerübergreifend: Bildung für nachhaltige Entwicklung

FSK: ohne Altersbeschränkung – empfohlen ab 10 Jahren

Zeitraum: 26.–30. September 2022 | Montag bis Freitag
(jeweils um 9:00 Uhr und um 11:30 Uhr)

Entlang der Grenze zu Tschechien bildet der Bayerische Wald zusammen mit dem Nationalpark Ŝumava den größten Nationalpark Mitteleuropas. 1970 wurde mit dem Experiment begonnen, in diesen Teil des Bayerischen Waldes nicht mehr einzugreifen. Zerstörerische Stürme und der Borkenkäfer schienen den Plan in den 1980er Jahren zum Scheitern zu bringen. Massive Proteste von Menschen aus der Region forderten, den Wald zu retten. Doch wurde nicht eingeschritten; es zeigte sich, dass der Wald sich selbst regenerieren konnte. Er hat sich zu einem Urwald von beeindruckender Artenvielfalt entwickelt. Luchse, Wölfe und Elche sind hier zu Hause. Für die Entomologin Diana Six ist der Bayerische Wald ein Schlaraffenland der Insektenforschung. So gibt es nur hier den Ambrosiuskäfer. Die Philosophin Christina Pinsdorf sieht in diesem Naturraum die Chance, anschaulich über das Verhältnis Mensch und Wildnis zu reflektieren. Und für den Krankenpfleger und Fotografen Bastian Kalous ist das Durchwandern des Waldes Inbegriff von Freiheit. Der Film wechselt zwischen Naturaufnahmen im Stil des Natur- und Tierfilms sowie Interviewpassagen mit Wissenschaftler* innen und Verantwortlichen für den Nationalpark. Er zielt darauf ab, lehrreich zu sein, vermeidet es jedoch weitestgehend, belehrend zu wirken. Texteinblendungen kontextualisieren den Wald mit aktuellen Diskussionen zu den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit. (Vision Kino)