Abenteuer eines Mathematikers

Abenteuer eines Mathematikers

Thorsten Klein, Deutschland/Polen/Großbritannien 2019, 103 Minuten

Themen: Wissenschaft, Forschung, Biografie, Migration, Antisemitismus, Nationalsozialismus, USA, Zweiter Weltkrieg

Unterrichtsfächer:
Politik, Geschichte, Mathematik, Physik, Ethik, Philosophie, Sozialkunde

FSK: ab 12 – empfohlen ab 14 Jahren

Zeitraum: 17., 18., 21., 22., 24. November 2022
Do., Fr., Mo., Di., Do.
(jeweils um 9:00 Uhr und um 11:30 Uhr)

Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Adam flüchtet der jüdische Mathematiker Stanislaw Marcin Ulam Ende der 1930er Jahren vor den Nationalsozialisten aus Polen in die USA. Dort arbeitet er zunächst als Dozent an der Harvard Universität in Cambridge. Von seinem engen Freund John von Neumann wird er nach New Mexiko eingeladen, um dort in Los Alamos an einem geheimen Projekt zu arbeiten, welches sich schließlich als das Manhattan Projekt herausstellt. Ulam lässt seinen Bruder zurück und wird in Los Alamos eine treibende Kraft hinter der Entwicklung von Nuklearwaffen. Spätestens nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki hinterfragt er immer stärker seine Rolle als Wissenschaftler. Das biografische Drama erzählt von Stanislaw Ulams Arbeit am Manhattan Projekt und seinem Anteil an der Entwicklung von Nuklearwaffen. Anhand eines komplexen Beziehungsgeflechts wird die Entwicklung der Wasserstoffbombe als moralisches Dilemma erzählt. Ulams Ehefrau, die Mathematikerin Francoise Ulam, bringt die Entwicklung der Bombe mit der Zukunft der gemeinsamen Tochter und der Verantwortung für nachfolgenden Generationen in Verbindung. Über die enge Freundschaft zum Mathematiker John von Neumann wird die gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft thematisiert und über die Beziehung zu seinem jüngeren Bruder Adam wird dargelegt, wie Ulams Handeln mit seiner polnisch-jüdischen Identität und seiner von den Nazis verfolgten und schließlich ermordeten Familie in Verbindung steht. (Vision Kino)